"Die Ausstellung LIVING SCULPTURES präsentiert Arbeiten des Künstlers Christian Jankowski, die Aktivitäten, Erlebnisse und Berichte moderner Menschen in zeitlich und räumlich neue Dimension verorten, analysieren und neu interpretieren. Der Titel der Ausstellung LIVING SCULPTURES leitet sich vor allem von drei Bronze Skulpturen ab, die Menschen - posierend als historische Statuen - darstellen. Inspiriert von Pantomimekünstlern auf den spanischen Ramblas zeigt Jankowski die in Bronze gegossenen Figuren eines römischen Legionärs, des Revolutionsführers Che Guevara sowie die 'Anthropomorphic Cabinet Woman' des Künstlers Salvador Dalí. Die 'täuschenden Täuschungen' in ihrer menschliche Größe und ihrer figürliche Darstellung, laden den Betrachter ein sich zu nähern, zu berühren und zu erkunden, ob es sich um 'echte Menschen' oder Skulpturen handelt.
Die Videoarbeit HAUS DES OSTENS greift Erlebnisse von Menschen während der DDR Zeit auf, die nach dem Mauerfall in einem DDR Nostalgie- und Erlebnishotel wiederholt und als fiktive Erlebnisse gegenwärtig werden. Dazu lud der Künstler Menschen mit einschneidenden DDR Lebenserfahrungen ein mit ihm in das Hotel zu fahren und diese Erlebnisse, unter anderem in Dialogen und Rollenspielen mit dem Personal des Hotels und Vertretern des DDR-Regimes, in die Gegenwart zu transportieren.
Auch in der ausgestellten Feuilletonseite der FAZ mit Berichten und Kritiken über den Künstler, spielt Christian Jankowski mit der zeitlichen Dimension und filtert Realität und Fiktion. Eingeladen von der FAZ, gestaltete er in Zusammenarbeit mit den Redakteuren eine »Künstlerseite« im Feuilleton und druckte alle bis dato erschienenen Kritiken und Berichte über sein Schaffen, unterschiedlichen Niveaus und Inhaltes, auf dieser Seite ab. Neu gesetzt und ohne die auftauchenden Zeitangaben simuliert die Arbeit Gleichzeitigkeit, die der kurzzeitigen Aktualität einer Tageszeitung entgegensteht."
(Pressetext: Schinkel Pavillon)
| 12.11.2009 |
Do - Sa 12 - 18 Uhr
